Landschaftspark Duisburg-Nord bei Nacht

Ende September waren wir im Landschaftspark Duisburg-Nord und haben dort an einer Fackelführung mit einem ehemaligen Hüttenwerker (oder alternativ einem anderem in einer fachnahen Branche tätigem Führer) teilgenommen. Ab dem Jahr 1901 ließ August Thyssen hier in Meiderich, in unmittelbarer Nähe seiner bereits früher erworbenen Kohlefilter, ein Hochofenwerk errichten, das bis zu seiner Stilllegung im Jahr 1985 Roheisen produzierte. Nach seiner Stilllegung konnte der Abriss verhindert werden und es entstand ein etwa 200 ha großer Park der besonderen Art mit wildwachsender Vegetation zwischen den Industriebauten des ehemaligen Hüttenwerks.

Die auf dem Gelände befindlichen ehemaligen Werkshallen sind für Firmen- und Kulturveranstaltungen hergerichtet. In einem alten Gasometer entstand Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum. Bilder vom TauchRevier Gasometer gibt es hier zu sehen. Des weiteren hat die Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins in Eigenarbeit einen eigenen Klettergarten im Landschaftspark Duisburg-Nord errichtet und diesen seither auch mehrfach erweitert. So hat sich der ehemalige Erzlagerbunker zu einem alpinen Klettergarten gewandelt. In einer ehemaligen Gießhalle wurde außerdem ein Hochseilparcours eingerichtet und ein erloschener Hochofen wurde zum Aussichtsturm ausgebaut.

Öffnungszeiten: rund um die Uhr

Eintritt: Eintritt zum Parkgelände ist frei. Die Fackelführung im Schein der Fackeln kostet 12,00 € pro Person. Weitere Informationen gibt es hier. Die Führung war interessant und ist empfehlenswert. Vernichte möchte, muss auch nicht 70 Meter in die Höhe zur Aussichtsplattform, sondern kann auf einer Zwischenplattform warten, bis man von der übrigen Gruppe wieder eingesammelt wird.

Anschrift: Emscherstraße 71, 47137 Duisburg. Die Anfahrt ist hier beschrieben und sowohl mit PKW wie auch dem ÖPNV gut möglich.

Trotz einsetzendem Nieselregen sind wir gut zwei Stunden mit dem Führer durch den Park und auf den Anlagen des ehemaligen Hüttenwerkes gewandelt und hoch hinauf auf die Aussichtsplattform gestiegen. Währenddessen habe ich einige Fotos gemacht, um die tolle Beleuchtung und Inszenierung des Landschaftsparks einzufangen. Die Fotos sind allerdings alle Freihand mit Offenblende (f1,4) entstanden, um den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren. 🙂 Wenn möglich, möchte ich gern noch einmal mit Stativ und ausreichend Zeit in den Landschaftspark fahren.

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